Sehenswürdigkeiten in Potsdam

Die Brandenburgische Hauptstadt Potsdam liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Berlin und ist für Auswärtige gut über mehrere Autobahn-Anschlüsse, über Zugverbindungen, über die Berliner S-Bahn und auch über den Flughafen Schönefeld  zu erreichen. Die frühere königliche Residenzstadt ist voller historischer Gebäude, die durchweg in einem guten Zustand sind und zum Teil aufwendig restauriert wurden. Aber auch sonst hat die Landeshauptstadt viel zu bieten.

Besonders die Schlösser und Parks der Stadt sind bemerkenswert und gehören zusammen mit einigen Baudenkmälern aus dem anliegenden Berlin zum UNESCO-Weltkulturerbe. Rund 150 Bauwerke aus dem 18. bis 20. Jahrhundert verleihen Potsdam einen kulturellen Wert, der europaweit seinesgleichen sucht.

Schloss Sanssouci und zahlreiche weitere Kulturdenkmäler


Den Anfang machte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts Friedrich II. (“Friedrich der Große” oder auch der “Alte Fritz”). Der Preußenkönig ließ sich mit dem Schloss Sanssouci eine Residenz für den Sommer erreichten. Er fertigte für den Rokoko-Bau eigene Skizzen an und ließ das Gebäude am Rande des Parks Sanssouci bauen. Das so genannte “preußische Versailles” ist unter anderem wegen seiner Anleihen in unterschiedlichen europäischen Stilen berühmt. Gerühmt wird zudem die gelungene Einbindung in die große Parkanlage.

Sanssouci Weitere Teile des offiziellen Weltkulturerbes sind unter anderem die Sternwarte Babelsberg, das Schloss Babelsberg, das Jagdschloss Glienicke, der Neue Garten und Park sowie Schloss Sacrow. Geschichte schrieb zudem das Schloss Cecilienhof, auf dem nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Potsdamer Konferenz zusammenkam.

Ebenfalls über die Stadtgrenzen hinweg bekannt ist das Holländische Viertel im Stadtzentrum, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts vom niederländischen Baumeister Johann Boumann geplant und errichtet wurde. Das Viertel gilt als größtes Bau-Ensemble im holländischen Stil außerhalb der Niederlande in Europa und besteht aus über 130 Ziegelsteinhäusern, die in vier Karrees angerichtet sind. Besonders das intime Flair mit seinen urigen Einzelhändlern und Wohnhäusern macht das Viertel bei sowohl Einheimischen als auch Potsdam-Besuchern beliebt. Über das Jahr verteilt gibt es drei feste Veranstaltungen in der Kolonie: ein Tulpenfest, einen Töpfermarkt und einen Weihnachtsmarkt.

Ein weiteres historisches Viertel in Potsdam ist die Russische Kolonie Alexandrowka, die ebenfalls zum Weltkulturerbe gehört und nach dem russischen Zaren Alexander I. benannt wurde. Die Kolonie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts für die verbliebenen Sänger eines russischen Soldatenchores errichtet.

Filmstudio Babelsberg mit neuem Ruhm und Glanz

Filmfans kennen Potsdam vor allem wegen des Stadtteils Potsdam-Babelsberg, in dem das Studio Babelsberg beheimatet ist. Das Filmstudio wurde 1912 gegründet und bot Filmschaffenden optimale Bedingungen selbst für größere Filmproduktionen. Nach Jahrzehnten ohne größere Filmprojekte sowie aufwendigen Um- und Ausbaumaßnahmen Anfang der 2000er Jahre, erlangte das mittlerweile größte Filmstudio Europas auch wieder internationale Bekanntheit.

In der ersten Jahrhunderthälfte wurden hier Filmklassiker wie zum Beispiel “Der blaue Engel” (1930) oder “Metropolis” (1927) gedreht, aktuellere Werke sind beispielsweise “Inglourious Basterds” (2009) von US-Starregisseur Quentin Tarantino oder “Cloud Atlas” (2012) vom deutschen Regisseur Tom Tykwer mit u.a. Tom Hanks, Halle Berry und Hugh Grant in den Filmrollen.

Potsdam liegt direkt an der Havel und ist in eine bemerkenswerte Natur- und Wasserlandschaft eingelassen. Viele Sehenswürdigkeiten der Stadt lassen sich gut vom Wasser aus bewundern, so dass Schiffstouren in Potsdam ausgesprochen beliebt sind.

Die große kulturelle Vielfalt und die vielen architektonischen Schätze – auch im privaten Wohnbereich – machen die brandenburgische Landeshauptstadt zudem seit jeher für Wohlhabende und Prominenten interessant, die, wie auch alle anderen Potsdamer, gleichwohl die Nähe zu Berlin zu schätzen wissen.

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