Der Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF)

Der Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF) liegt außerhalb der Stadtgrenzen im brandenburgischen Schönefeld, rund 22 Kilometer von der Berliner City entfernt. In der näheren Umgebung liegen nordwestlich mehrere Berliner Ortsteile wie zum Beispiel Lichtenrade, Gropiusstadt, Buckow, Rudow und Altglienicke. Die Gemeinde Schönefeld mit ihren sechs Ortsteilen hat rund 14.000 Einwohner und beherbergt auch das Gelände des Flughafens Berlin-Brandenburg “Willy Brandt” (BER).

Der Airport wurde kurz nach dem Weltkrieg mit zunächst einem Terminal eröffnet und liegt heute mit knapp 7 Millionen Passagieren pro Jahr auf dem 8. Platz der größten Flughäfen Deutschlands. Weltweit werden rund 150 Ziele angeflogen – und zwar rund um die Uhr. Die Anbindung an das Stadtzentrum  ist hervorragend: Durch die Autobahn A113 gibt es eine direkte Verbindung in die zentralen Stadtgebiete. Zudem fahren gleich zwei S-Bahnlinien den Flughafen direkt an. Am Regionalbahnhof, der bis 2006 noch ein Fernbahnhof war, verkehren außerdem vier Regio-Linien. Darüber hinaus gibt es mehrere Buslinien, die den Flughafen direkt oder indirekt ansteuern.

Novum in Deutschland: Lediglich eine Start- und Landebahn

An mittlerweile vier Terminals (A, B, C und D) steigen die Passagiere in ihre Flugzeuge oder kommen nach der Landung an. Den größten Betrieb mit den meisten Landungen und Starts gibt es am Terminal A. Eine Besonderheit ist wiederum das Terminal D, das lange Zeit für die Abfertigung von Flügen mit erhöhtem Sicherheitsaufwand reserviert war (z.B. bei Flügen zu israelischen Flughäfen). Hier ist der Flughafenbetrieb inzwischen fast vollständig eingestellt worden. Stattdessen finden hier unter anderem Partyveranstaltungen statt. Besucher des Flughafens haben die Möglichkeit, das Flugfeld von einer Besucherterrasse zu beobachten.

Aus den vormals zwei Landebahnen ist inzwischen eine einzelne geworden, was unter den deutschen Großflughäfen ein Novum ist. Im Zuge des Ausbaus der Infrastruktur für den BER-Flughafen wurde die nördliche der beiden bis dahin parallel verlaufenden Bahnen abgetragen, um Platz für die Zubringen-Autobahn zum neuen Hauptstadt-Airport zu schaffen. Gleichzeitig wurde die verbliebene Start- und Landebahn von 3000 Meter auf 3600 Meter verlängert, um den Anforderungen des Flugverkehrs weiterhin gerecht zu werden.

Rückkehr des Rosinenbombers fraglich

Ein Highlight des Airports wurde 2010 eingestellt: Bis dahin gab es am Terminal D regelmäßig Rundflüge mit dem so genannten Rosinenbomber, einem Flugzeug vom Typ Douglas DC-3, das Ende der 1930er Jahre in Betrieb genommen wurde. Drei dieser Modelle versorgten in den ersten Jahren der Berliner Besatzungszeit die westlichen Stadtgebiete mit lebensnotwendigen Gütern. Die Rundflüge finden nicht mehr statt, seit das einzige Vorführmodell bei einer Bruchlandung stark beschädigt wurde. Ein eigens gegründeter Verein arbeitet inzwischen daran, dass die Maschine wieder flugfähig gemacht wird und Rundflüge wieder möglich sind.